
Auf der Suche nach der Zukunft
New York fasziniert uns noch immer so sehr, dass wir länger bleiben als geplant. Und doch fehlt etwas von dem Zukunftsversprechen, das die Stadt vor dreißig Jahren für uns verkörperte.
Vier Wochen von Washington bis Toronto. Wir suchen vertraute Bilder von Amerika – und begegnen unterwegs Geschichten, die unseren Blick auf dieses Land verändern. Zwischen Monumenten, Metropolen, Neuengland und den Niagara-Fällen.

Elf Hauptstationen, mehrere Zwischenhalte und knapp 1.500 Meilen auf der Straße – über New York und Neuengland bis zu den Niagara-Fällen.
Zur Route und den einzelnen StationenMonumente, Metropolen, Küste und am Ende die Wassermassen der Niagara-Fälle.
Zu den Bildern dieser Reise
New York fasziniert uns noch immer so sehr, dass wir länger bleiben als geplant. Und doch fehlt etwas von dem Zukunftsversprechen, das die Stadt vor dreißig Jahren für uns verkörperte.

Wir steigen am Betsy Ross House aus, weil der Innenhof nach einem Café aussieht – und beginnen dort zu verstehen, wie Amerika aus Geschichte nationale Erzählungen macht.

Wir legen uns mit dem Mietwagen auf die Lauer nach Pferdekutschen. Später denken wir darüber nach, warum die Amish uns zugleich fremd erscheinen und Respekt abverlangen.

In Provincetown sind wir als Hetero-Paar beinahe die Exoten. Bei Paige Turner und auf dem Meer merken wir, wie aufregend es sein kann, nicht zum Mainstream zu gehören.

Von Amerika nach Kanada, von Aussichtspunkten, Treppen, Tunneln und zweimal vom Boot: Wir haben fast jede Perspektive auf die Niagara-Fälle ausprobiert. Hier sind die Erlebnisse, die wir wieder genauso planen würden.
Die Mansions von Newport erinnern an König Ludwig. Dahinter liegt eine größere Frage: Was sollen Reichtum, Geschichte und guter Geschmack in unseren Häusern sichtbar machen?
Yale erinnert an Nathan Hale, die CIA ebenfalls. Dabei zeigt die berühmte Statue mangels Porträt vermutlich gar nicht Nathan Hale.
Fabrikhallen, Schornsteine und dicke Rohre direkt an der Niagara-Schlucht: Ein historisches Foto zeigt, wie gründlich eine Landschaft verbaut werden kann – und dass es nicht immer so bleiben muss.