In diesem Artikel
Wir kommen seit rund 25 Jahren zum Union Lido. Da müsste man meinen, wir hätten inzwischen umfangreichstes Insiderwissen angehäuft.
Haben wir auch.
Wir können erklären, wie die Platzregeln früher exekutiert wurden. Wir wissen, welche Bar einmal wie hieß und was es dort gab. Wir haben unsere Lieblingsplätze und Restaurants, unsere Routinen und Rituale.
Echtes Insiderwissen also. Nur ist es vor allem für uns nützlich. Oder interessant.
Geheimtipps kann es auf einem Platz wie dem Union Lido ohnehin kaum geben. Praktisch alles ist öffentlich und nah. Nach drei Tagen kennt man die verschiedenen Strandabschnitte. Nach drei Abenden ist man an fast jedem Restaurant mehrmals vorbeiflaniert. Das Animationsprogramm steht in der App, die Musik am Abend auf Tafeln, und selbst kleine Änderungen werden zuverlässig kommuniziert.
Dazu kommt: Schlechte Qualität hält sich hier selten lange. Vieles ist deshalb schlicht eine Frage des Geschmacks.
In diesem Beitrag steht also bewusst nicht alles, was es auf dem Union Lido gibt. Sondern nur das, von dem wir glauben, dass es erstens hilft – und zweitens nicht ohnehin gleich in der App oder auf der nächsten Schautafel steht.
Kurz gesagt
01 – In Ferienzeiten reservieren. Für August sehr früh. Das heißt: im Vorjahr.
02 – Die Wartewiese kennen. Mit Reservierung ist sie praktisch. Ohne Reservierung kann sie sehr lang werden.
03 – Wünsche bei der Buchung angeben. Nach unserer Erfahrung werden sie tatsächlich berücksichtigt, wenn es möglich ist.
04 – Größere Einkäufe eher außerhalb erledigen. Für alles Spontane, Frische oder Vergessene gibt es auf dem Platz praktisch alles.
05 – Für Frühstückssemmeln muss man nicht unbedingt in der langen Schlange stehen. Es gibt Alternativen.
06 – Fahrräder mitbringen. Damit ergeben sich viele Möglichkeiten außerhalb des Platzes.
07 – Bei Regen entweder früh losfahren oder auf dem Platz bleiben.
08 – Venedig nicht nur als einmaligen Tagesausflug betrachten. Die Nähe kann man immer wieder nutzen.
Reservieren – oder warten
Außerhalb der wirklichen Nebensaison würden wir nicht ohne Reservierung anreisen. Sobald irgendwo in Deutschland oder Österreich Ferien sind, wird der Platz voll.
Für August bedeutet das: früh sein. Sehr früh.
Die Reservierungen für das Folgejahr öffnen nicht immer am selben Datum. Wir schauen deshalb ab Oktober regelmäßig auf der Website oder in der App und buchen, sobald freigeschaltet ist. Gibt es gerade keine freien Plätze, unbedingt zu späteren Zeitpunkten noch einmal schauen. In der Regel tut sich was.
Bei unserer letzten Reservierung betrug die Anzahlung 70 Prozent des Preises für das gebuchte Paket. Bis vier Wochen vor der geplanten Anreise kann gegen eine Gebühr von 100 Euro storniert werden.
Praktisch finden wir, dass man im Kommentarfeld Wünsche angeben kann: einen bestimmten Bereich, eine Lage oder sogar eine konkrete Stellplatznummer. Eine Garantie ist das natürlich nicht. Unsere Erfahrung ist aber, dass man sich tatsächlich bemüht, solche Wünsche zu erfüllen.
Auch mit mehr Personen anzureisen als ursprünglich angegeben, ist problemlos möglich.
Weniger angenehm: Wer früher abreist, bezahlt trotzdem den reservierten Zeitraum.
Die Wartewiese
Wer außerhalb der Zufahrtszeiten ankommt, landet nicht vor verschlossener Schranke, sondern auf der großen Wartewiese beim Sportgelände an der Via Fausta.
Dort gibt es getrennte Bereiche für Gäste mit und ohne Reservierung. Stromanschlüsse sind vorhanden, ebenso Toiletten und teilweise Schatten.
Mit Reservierung ist das ziemlich komfortabel. Wohnwagen abstellen, Stützen herunterkurbeln, Strom anschließen, schlafen. Am nächsten Vormittag geht es weiter auf den Platz.
Ohne Reservierung kann dieselbe Wiese deutlich weniger gemütlich werden. Wenn der Campingplatz voll ist, wartet man darauf, dass Stellplätze frei werden. Das kann einige Stunden dauern, manchmal auch einen oder zwei Tage. In dieser Zeit hat man tagsüber keinen Zugang zum Platz und muss immer wieder nach vorne rücken, wenn die Reihe vor einem kürzer wird.
In der Nebensaison gibt es für nächtliche Ankünfte einen kleineren Wartebereich näher am Empfang, ebenfalls mit Strom.
Mit Reservierung ist die Wartewiese eine praktische Zwischenstation. Ohne Reservierung kann sie ungemütlich werden.
Was kostet das?
Eine klassische Preisliste gibt es nicht mehr. Den konkreten Preis sieht man auf der Website oder in der App für den Zeitraum und das Paket, das man gerade buchen möchte. Vor Ort kann man auf Nachfrage einen Ausdruck mit den Daten der eigenen Buchung bekommen.
Wie genau die Preise zustande kommen, wird nicht erläutert.
Als Orientierung: Für einen normalen Stellplatz mit Strom- und Wasseranschluss für zwei Personen muss man im Sommer inzwischen mit knapp 100 Euro pro Tag rechnen.
Fünf-Sterne-Camping ist nicht billig.
Ankommen
Wenn man tagsüber ankommt, fährt man direkt zur Rezeption an der Einfahrt des Campingplatzes. Dort werden die persönlichen Daten aufgenommen, man bekommt seine Stellplatznummer, die Armbänder mit Chip für den Zugang zum Platz, eine Marke fürs Auto und das übliche Informationsmaterial.
Danach fährt man durch die automatische Schranke mit Kennzeichenerkennung zum Stellplatz.
In der Hauptsaison kann es sein, dass man zuerst zum Sportgelände umgeleitet wird. Dann fährt man ein Stück weiter die Via Fausta entlang und dann rechts. Dort wird die Anreise organisiert und man wird anschließend zur Einfahrt oder zur Wartewiese weitergeleitet.
Das Verfahren ist zehntausendfach erprobt, immer wieder verbessert und funktioniert deshalb auch meist reibungslos.
Wo wir am liebsten stehen
Wir stehen meistens auf einem Venezia-Platz. Mit Strom und Wasserhahn.
Am liebsten mögen wir den westlicheren Teil des Campingplatzes unterhalb des Aqua Park Laguna und vor dem Dog Camp. Früher lag dort eine Mauer, weshalb alle, die schon länger kommen, bis heute von „hinter der Mauer“ sprechen.
Das ist keine offizielle Bereichsbezeichnung. Heute ist aus der Mauer ein Zaun geworden.
Nach unserer Erfahrung sind die Venezia-Plätze dort etwas großzügiger und es ist ruhiger als in den zentraleren Bereichen. Dafür läuft oder fährt man etwas länger zu den Geschäften, Restaurants und den Stellen, an denen mehr passiert.
Uns gefällt genau das.
Wer dagegen möglichst nah an allem sein möchte, wird andere Bereiche bevorzugen.
Einkaufen
Auf dem Union Lido kann man problemlos einkaufen, ohne den Platz zu verlassen. Es gibt zwei Supermärkte, Obst und Gemüse, Bäckerei, Campingbedarf und mehrmals pro Woche frischen Fisch.
Am Angebot und an der Qualität gibt es aus unserer Sicht wenig auszusetzen. Die Preise sind aber naturgemäß höher als draußen.
Unsere Logik ist deshalb so: Größere Einkäufe erledigen wir außerhalb des Platzes und kaufen auf Vorrat. Dafür fahren wir gerne zum Alì in Cavallino.
Was danach spontan fehlt, was frisch sein soll oder was man schlicht vergessen hat, bekommt man auf dem Union Lido praktisch immer.
Das ist für uns die angenehmste Kombination. Auch weil man so das meiste im Kofferraum transportiert.
Die Sache mit den Frühstückssemmeln
Vor der Bäckerei in der Mitte des Platzes kann morgens eine Schlange stehen, die einige Dutzend Meter lang ist.
Die Bedienung geht eigentlich schnell. Trotzdem stehen wir nicht gerne Schlange.
Es gibt Alternativen. In den Supermärkten bekommt man abgepackte Semmeln, die überraschend ordentlich sind – auch Vollkorn und Brezen. Am Zugang zum Dog Camp verkauft Bread&Milk ebenfalls Backwaren; dort ist die Schlange meistens kürzer.
Oder man verlässt den Campingplatz, biegt links ab und fährt am Sportcamp vorbei zum Panificio Vianello.
Selbst mit dem Fahrrad ist das vermutlich nicht schneller als das Warten vor der Bäckerei.
Aber bei Vianello gibt es nicht nur Cappuccino. Dort findet morgens das ganz normale Italien statt: der Müllmann, der Gärtner, die Frau im schwarzen Rock, Familien auf dem Weg zum öffentlichen Strand, ein Mercedes neben einer Rostlaube – und dazwischen ein paar Touristen.
Deshalb fahren wir hin.
Mücken und Piniennadeln
Ein Campingplatz zwischen Adria und Lagune klingt nach einem Ort, an dem man von Mücken aufgefressen wird.
So erleben wir es meistens nicht.
Mücken gibt es. Der Platz lässt aber regelmäßig biologisch gegen sie behandeln. Mehrmals pro Woche fährt abends ein Sprühwagen durch die Reihen.
Wenn er kommt, sollte man ein wenig aufpassen und zumindest das Geschirr, das noch draußen steht, kurz wegräumen.
Ein anderes Alltagsthema sind manchmal die Piniennadeln. Sie liegen morgens im Vorzelt, am Nachmittag wieder davor und am nächsten Tag wieder überall.
Dafür hängen an verschiedenen Stellen Rechen an hohen Ständern entlang der Hecken.
Nehmen, benutzen, zurückhängen.
Campingplatz-Infrastruktur kann sehr einfach sein.
Eine kurze Geschichte des Bollerwagens
Innerhalb eines Campingplatzes ist man praktisch ausschließlich zu Fuß unterwegs. Manchmal mit dem Fahrrad. Aber man hat oft etwas zu transportieren. Strandequipment: Sonnenschirme, Liegen, Decken, Schwimmtiere, Handtücher, Sandeimer. Kinder. Kühlbox. Ein SUP. Sixpacks Mineralwasser. Pizzakartons. Chemietoiletten. Und manchmal mehreres davon zugleich.
Die Antworten auf diese Herausforderungen sind vielfältig. Wir benutzen einen alten Beachtrolley. Und fürs Chemieklo einen extra Trolley. Auch die Moden wechseln. Der aktuell letzte Schrei ist der faltbare Bollerwagen. In unserer Anfangszeit hatten wir auch einen Bollerwagen dabei: ein unförmiges Gestell, fünf Bretter, eine Stange zum Ziehen, zwei Achsen, vier Räder. Ein Albtraum im Kofferraum. Die moderne Variante ist dagegen Hightech. Ein Teil, faltbar auf ca. 30 × 60 × 90 Zentimeter, 360 Grad rotierend aufgehängte Breitreifen, integriertes Sonnendach (auf dem sich auch ein SUP transportieren lässt), Außentaschen. Als Sonderzubehör unter anderem: Regenschutzwände und Sicherheitsgurte für die Insassen. Da bekommt selbst der Weg zum Sanitärgebäude plötzlich etwas von Hightech-Logistik.
Windsurfen und ein bisschen Yoga
Am westlichen Ende des Strandes, unterhalb des Lido 55, liegt Mana Surf&Yoga.
Michi, der die Surfschule betreibt, ist die einzige persönliche Empfehlung in diesem Artikel. Vor allem zu Kindern und Jugendlichen hat er einen besonders guten Draht.
Nach zwanzig Minuten stehen fast alle Anfänger tatsächlich auf dem Brett. Im Wasser.
Ab da beginnt der Spaß.
Alle unsere Kinder haben hier Windsurfen gelernt. Bemerkenswert finden wir auch, dass Michi ehemalige Schüler (und deren Eltern) fast immer Jahre später noch beim Namen kennt.
Mehrmals pro Woche gibt es bei Mana Surf&Yoga außerdem Morgenyoga am Strand gegen Gebühr (10 Euro im Sommer 2026). Das läuft unabhängig vom regulären Animationsprogramm.
Fahrräder mitnehmen
Seit einigen Jahren darf man auf dem gesamten Campingplatz Fahrrad fahren. Das ist manchmal praktisch, aber nicht essenziell.
Der eigentliche Grund, Fahrräder mitzunehmen, beginnt für uns draußen vor der Schranke.
Besonders schön ist der neue Radweg entlang der Lagune Richtung Punta Sabbioni. Große Teile verlaufen direkt am oder sogar über dem Wasser.
Ein gutes Ziel ist der Leuchtturm von Punta Sabbioni. Der Chiosco al Faro ist der perfekte Platz für einen Cappuccino und eine Brioche, bevor man wieder zurückfährt.
Eine andere schöne Runde führt nach Lio Piccolo. Die Landschaft wird dort stiller und weiter. Mit etwas Glück sieht man Flamingos.
Wer mehr Kilometer möchte, kann Richtung Caorle fahren. Ein tolles Ziel. Der Weg startet malerisch entlang der Kanäle und über eine schwimmende Brücke. Weiter Richtung Caorle muss man allerdings auch längere Straßenabschnitte in Kauf nehmen.
Oder man fährt über Lido nach Pellestrina und eventuell sogar weiter nach Chioggia.
Das ist allerdings eine eigene Geschichte.
Wenn es regnet
Regen ist am Union Lido weniger das Problem als die Idee, die dann sehr viele gleichzeitig haben.
Sobald das Wetter schlecht wird, wollen plötzlich alle irgendwohin. In die Stadt, zum Shopping oder einfach raus aus dem Campingplatz. Die Straßen auf der Halbinsel und entlang der Lagune können sich dann komplett zusetzen.
Unsere Regel ist deshalb einfach: Wenn wir bei Regen einen Ausflug machen wollen, fahren wir sehr früh los.
Zum Beispiel ins Outlet in Noventa di Piave.
Wenn wir diesen Zeitpunkt verpasst haben, bleiben wir lieber auf dem Platz. Dort gibt es genug Möglichkeiten, einen Regentag zu verbringen – und im Zweifel ist ein nasser Tag vor dem Wohnwagen angenehmer als ein trockener im Stau.
Beach on Fire
Wir planen unseren Sommerurlaub nicht um dieses Event herum. Aber wenn man schon da ist, sollte man es nicht verpassen. Und wenn das bedeutet, den Aufenthalt noch um einen Tag zu verlängern, kann man das durchaus überlegen. Einmal im Jahr, meist am letzten Samstag im August, wird entlang der gesamten Küste von Cavallino-Treporti gleichzeitig Feuerwerk gezündet. Zehn Abschussstellen verteilen sich über rund zwölf Kilometer zwischen Punta Sabbioni und dem Leuchtturm von Cavallino.
Das klingt auf dem Veranstaltungskalender zunächst einfach nach dem üblichen Feuerwerk am Strand.
Es ist mehr.
Durch die gebogene Küstenlinie sieht man vom Strand aus nicht nur das Feuerwerk vor sich, sondern weit in beide Richtungen die gleichzeitig aufleuchtende Küste. 2016 hat Beach on Fire damit sogar einen Guinness-Weltrekord aufgestellt.
Immer wieder Venedig
Einer der großen Vorteile des Union Lido ist seine Lage als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Venedig.
Von Punta Sabbioni fahren die Boote regelmäßig Richtung San Zaccaria. Nach einer angenehmen Fahrt über die Lagune steigt man praktisch am Markusplatz aus. Keine Parkplatzsuche, kein Bus: mit dem Schiff mitten hinein in eine Stadt, die ohnehin auf dem Wasser lebt.
Nach Punta Sabbioni kommt man mit Bus, Fahrrad oder Auto. Rund um die Anleger gibt es zahlreiche private gebührenpflichtige Parkplätze.
Wer Venedig nur einmal während des Urlaubs besuchen möchte, braucht dafür keinen komplizierten Plan.
Interessant finden wir inzwischen auch etwas anderes: Venedig nicht mehr als den einen großen Tagesausflug zu betrachten.
Man kann für ein paar Stunden hinüberfahren. Am Abend etwas essen. Einen oder zwei Biennale-Tage einlegen. Später noch einmal zurückkommen.
Dafür sind die 24-, 48- oder 72-Stunden-Tickets von ACTV interessant. Schon eine Tageskarte rechnet sich normalerweise, wenn man zusätzlich zur Hin- und Rückfahrt noch mit dem Vaporetto durch Venedig fährt. Und wenn man ohnehin mehrere Tage immer wieder übersetzen möchte, verändert ein 48- oder 72-Stunden-Ticket den Umgang mit der Stadt.
Neuerdings geht es sogar noch einfacher: Die ACTV hat ein Tap-to-Pay-System mit Bestpreisgarantie eingeführt. Einfach vor dem Einstieg aufs Schiff das Handy oder die Kreditkarte an den Automaten halten (jedes Mal dasselbe Gerät oder dieselbe Karte!) und das System rechnet nachträglich den optimalen Preis ab. Dabei berücksichtigt es auch die passende Zeitkarte, wenn sie günstiger ist als die Einzelfahrten.
Mit einem Mehrtagesticket muss nicht jeder Besuch alles leisten.
Gerade bei der Biennale hat sich das perfekt bewährt, zumal auch die Biennale-Tickets für die Giardini und Arsenale an unterschiedlichen Tagen genutzt werden können.
Abreisen
Auch die Abreise ist inzwischen unkompliziert.
Wir bezahlen am Vortag zu einer Tageszeit, zu der die Schlange an den Kassen nicht zu lang ist (im Juli und August sind die Kassen von 8 bis 17 Uhr geöffnet, in den anderen Monaten gibt es eine Mittagspause von 13 bis 15 Uhr). Dabei bekommt man seine Ausweise zurück und die Rechnung. Direkt bei der Abreise zu zahlen ist sehr unpraktisch.
Bei der Ausfahrt (ab 7 Uhr) hält man kurz hinter der Schranke am Rand, zeigt die Rechnung, gibt die Armbänder und die Marke fürs Auto ab – und fährt.
Mehr muss man eigentlich nicht wissen.
Was wir heute anders machen
Vor allem würden wir weniger mitnehmen.
Früher hatten wir mehrere Schwimmtiere, Luftmatratzen und zeitweise sogar ein SUP dabei. Der Weg zum Strand und zurück wurde damit schnell zu einem kleinen Transportproblem.
Wenn das ganze Zeug am dritten oder vierten Tag endlich komplett aufgepumpt war, konnte man beinahe schon wieder anfangen, die Luft herauszulassen.
Falls es bis dahin nicht sowieso kaputtgegangen war.
Ein SUP kann man übrigens für 15 Euro pro Stunde mieten (Stand 2026).
Bei Kleidung gilt Ähnliches. Nach wenigen Tagen pendelt man sich meistens bei ein oder zwei kurzen Hosen ein. T-Shirts wechselt man, wenn sie sich verschwitzt anfühlen.
Fürs Laufen reicht eine Hose, vielleicht zwei Shirts und ein Paar Laufschuhe. Der Rest der Kollektion kann zu Hause bleiben.
Eine Sache würden wir dagegen heute viel früher anschaffen: eine gute Kompressor-Kühlbox. Sie ist nicht nur auf dem Campingplatz praktisch, sondern inzwischen auf vielen unserer Reisen dabei.
Weniger mitnehmen heißt eben nicht, auf alles zu verzichten. Sondern herauszufinden, was man tatsächlich benutzt.
Wieder so machen
Für August früh reservieren.
Wünsche bei der Buchung angeben.
Union-Lido-Freunde treffen.
Täglich Espresso und Cappuccino am Lido 55. Ab und zu auch einen Aperol Spritz.
Einmal Familienpizza bei Pizza&Sapori, einmal Burger im Dog Camp.
Fahrräder mitbringen.
Bei Vianello frühstücken. Fast täglich.
Mit dem Rad durch die Lagune fahren.
Immer wieder einmal nach Venedig übersetzen. Wenn es nicht zu heiß ist.
Nach 25 Jahren könnten wir noch sehr viel mehr erzählen. Vieles davon wäre Erinnerung, manches Gewohnheit und einiges einfach Geschmackssache.
Das hier würden wir trotzdem jemandem erzählen, der morgen zum ersten Mal hinfährt.
